Edelsteine

Edelsteine oder Schmucksteine – Was ist was?

Was sind Edelsteine? Man könnte jetzt meinen, dass es sich bei Edelsteinen einfach um Mineralien handelt, die besonders schön aussehen. Das stimmt nicht. Um die Bezeichnung Edelstein (engl. Gemstone) tragen zu dürfen, müssen Kristalle bestimmte Kriterien erfüllen.

Mit der Mohshärte wird die Härte eines Minerals (eines chemischen Elementes) beschrieben und unterteilt. Die Härtestufen sind relativ, man darf nicht davon ausgehen, dass die Härtestufe 2 doppelt so hoch ist wie die Stufe 1. Erst ab einer Mohshärte von 7 wird aus einem Mineral ein Edelstein. Diamanten haben die höchste Härtestufe auf dieser Skala.

Die Seltenheit eines Steines trägt zur Graduierung bei. Ebenso Farbe, Lupenreinheit und Größe. Früher wurde eine weitere Unterscheidung zwischen Edelsteinen und Halbedelsteinen getroffen. Das ist heute nicht mehr so. Eine Unterscheidung nach einkristallinen und polykristallinen Steinen wird meist nur Gemmologen interessieren. Interessant ist auch, dass „Steine“ nichtkristallinen Ursprungs wie zum Beispiel Bernstein heute zu den Edelsteinen zählen.

Zu den bekanntesten Edelsteinarten zählen Rubin, Smaragd, Topas und Saphir. Als „Halbedelsteine“ wurde früher unter anderem Amethyst, Achat, Türkis und Granat bezeichnet. Sie haben einen Härtegrad unter 7 auf der Mohsskala.

Edelstein oder Schmuckstein?

Vielleicht sind Sie irritiert, wenn sie von Edelsteinen hören und im gleichen Zusammenhang von Schmucksteinen. Unter dem Begriff „Schmuckstein“ werden heute Edelsteine (z.B. Diamanten, Smaragde, Rubine, Saphire) und Halbedelsteine zusammengefasst, hierzu zählen allgemein Mineralien, Gesteine und Glasschmelzen. Die genaue Definition wurde durch internationalen Handelsorganisation CIBJO festgelegt. Hier sind auch Perlen, Perlmutt und Korallen zu finden.


Verwendung von Edelsteinen

Schon seit der Antike werden Edelsteine zu Schmuck verarbeitet. Auch in der Bibel findet man die Erwähnung von Schmucksteinen wie Rubin, Smaragd, Saphir und Beryll. Während im Altertum und Mittelalter diese Steine rund geschliffen wurden, entwickelten sich im Laufe der Jahrhunderte immer mehr Schliffarten.

Der wohl bekannteste Schliff ist der Brillantschliff für Diamanten. Er zählt zu den Facettenschliffen, ebenso wie der Prinzess Cut und der Treppenschliff und viele andere. Der Grundtyp des Edelsteinschliffs ist der Rundschliff, also der Cabochon-Schliff in unterschiedlichen Varianten.

Von vielen Menschen werden Edelsteine nicht „nur“ als Schmucksteine verwendet, sondern sie dienen als Heilsteine. Mehr als 380 Edelsteinen wird eine heilende Wirkung zugeschrieben. So soll sich zum Beispiel das Tigerauge positiv auf unsere Konzentration auswirken und der Achat unser Selbstbewusstsein stärken.


Imitat und echter Stein

Die Möglichkeiten, einen Edelstein täuschend echt künstlich herzustellen, sind recht vielfältig und oft ist das Original kaum von der Fälschung zu unterscheiden. Deshalb sollte man diese Überprüfung und eine Bewertung ausschließlich Gemmologen und Juwelieren überlassen. So hat zum Beispiel Bernstein in den letzten Jahren deutlich an Wert gewonnen – wer aber weiß schon als Laie, wie man echten Bernstein identifiziert?

Würden Sie eine so genannte „Dublette“ erkennen? Hier wird lediglich eine dünne Schicht eines echten Edelsteins auf einen Festkörper geklebt, so dass der verarbeitete und gefasste Stein täuschend echt aussieht und zumindest nicht auf Anhieb von einem echten Stein zu unterscheiden ist.

Sie sind sich unsicher, ob Ihre Edelsteine echt sind oder nicht? Sie möchten gern den Wert Ihres Edelsteinschmucks taxieren lassen? Vielleicht wollen Sie Edelsteine oder Edelsteine verkaufen? Wenden Sie sich in jedem Fall an uns, denn unsere hochqualifizierten Mitarbeiter beraten Sie gern kostenlos und unverbindlich.

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